6.025 Euro für "no patents on seeds"

Wer hat den Rucola erfunden?

Patente auf Pflanzen und Tiere sind heftig umstritten. Vor allem wenn neue Sorten oder Rassen durch „klassische Züchtungsmethoden“, also ohne Gentechnik, entstanden sind. Kritiker/-innen führen an, dass dabei nichts Neues erfunden, sondern nur die natürlich im Erbgut der Lebewesen vorhandenen Eigenschaften genutzt werden.

Besonders problematisch: Viele Patente umfassen die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung – vom Saatgut bis zum Gemüse im Kochtopf. Nur wer Lizenzgebühren bezahlt, darf mit patentierten Sorten weiterzüchten, sie anbauen oder ernten. Diese Monopole dienen vor allem großen Konzernen, während Verbraucher- und Landwirt/-innen zunehmend in deren Abhängigkeit geraten. Schon jetzt kontrollieren die drei Unternehmen Monsanto, DuPont und Syngenta etwa 50 Prozent des Saatguthandels weltweit. Wer die Patente in der Hand hält kann entscheiden, was gezüchtet, angebaut, geerntet und als Lebensmittel auf den Markt kommt – und welcher Preis dafür gezahlt werden muss.

Patente auf Leben stoppen

Die Initiative „no patents on seeds“ setzt sich seit Jahren vor allem auf politischer Ebene dafür ein, dass auf Pflanzen, Tiere und die daraus gewonnenen Produkte keine Patente mehr vergeben werden.

www.no-patents-on-seeds.org/de