Topinambur aus dem Steinwald

Die von 16 nordbayerischen Gemeinden getragene Öko-Modellregion Steinwald-Allianz bewirbt sich mit dem Projekt „Topinambur aus dem Steinwald – eine Knolle mit Mehrwert“ für die Förderpatenschaft 2018.

Um was geht es bei der „Knolle mit Mehrwert“?
Projektleiterin Elisabeth Waldeck und ihr Team wollen ein Verarbeitungsprodukt aus Topinambur entwickeln, welches handwerklich oder industriell zu verschiedenen Produkten, wie Brot, Gebäck oder Chips weiterverarbeitet werden kann.

Topinambur ist ein noch recht unbekanntes Gemüse, doch das Team der Steinwald-Allianz sieht für dieses großes Potential. Die braunen Knollen des Topinambur kommen gut mit dem rauen Klima im Steinwald zu Recht, sind robust und vielseitig einsetzbar – ob roh oder gekocht, süß oder herzhaft. „Mit seinen schönen, gelb leuchtenden Blüten bereichert Topinambur zugleich unser Landschaftsbild“ schwärmt Elisabeth Waldeck. „Der Anbau von Topinambur ist eine echte Chance für unsere Region – für unsere Bäuerinnen und Bauern, aber auch für die verschiedenen möglichen Verarbeitungsbetriebe“.

Letztere interessieren sich bereits sehr für den Anbau, allerdings fehlt bislang noch ein Konzept, wie die Topinambur-Ernte verarbeitet werden könnte. Deshalb probiert sich Projektmitarbeiter Günther Erhardt als gelernter Koch an verschiedensten Produkten aus. Topinambur-Saft oder die Lagerung von Topinambur als tiefgefrorene Raspeln hat er bereits getestet. Allerdings verderben diese Produkte zu schnell, eignen sich nur bedingt für die weitere Verarbeitung oder sind nur in mühsamer Handarbeit herzustellen. Mit der Unterstützung der BioMarkt-Förderpatenschaft wollen Elisabeth Waldeck und ihr Team das ändern, Produkte entwickeln und den Topinambur auch überregional vermarkten.

Bündnis für den Ökolandbau
Die seit 2014 als Öko-Modellregion anerkannte Steinwald-Allianz initiiert gemeindeübergreifende Projekte und Informationsangebote für landwirtschaftliche Betriebe und VerbraucherInnen, um sich für die Stärkung des Ökolandbaus in der Region einzusetzen. „Mit dem Anbau und der Verarbeitung von Topinambur können wir ein echtes Identifikationsmerkmal für unsere Region mit großem Wiedererkennungswert schaffen“, ist Elisabeth Waldeck überzeugt.

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